"Performance ist Sucht. Ich verstehe sie nicht, sie ist mir ein Rätsel. Mit Widerwillen zwinge ich mich dazu, mich physisch und psychisch der Improvisation auszusetzen. In mir sammeln sich Bilder, die ganz klarer Raumstrukturen bedürfen, nach genau zu durchlebenden Gesten verlangen. Es entstehen Geschichten, die durchgestaltet werden müssen. Habe ich die Spur einer Geste aufgenommen und einen ersten Hinweis auf ihre Entwicklung, gibt es kein Zurück mehr. Ich suche nach Lösungen des Ausdrucks, bis ich mich, nachdem ich mich durch eine Vielzahl von Ansätzen und Versuchsanordnungen durchgerungen habe, an einem Punkt befinde, der die Möglichkeit des Innehaltens eröffnet. Performance bedeutet Disziplin, Opferbereitschaft, Wagnis und Verunsicherung. Das Richtige für durchindividualisierte Existenzialisten auf dem Weg in eine postmaterialistische Zeit. "

 

Miriam Wuttke tritt zu Einzelpräsentationen, Gruppenausstellungen und Performance- Events auf. Eine Installation aus Objekten, Gemälden, Zeichnungen und an Ort und Stelle Entdecktem dient als Setting für ein Thema, welches in einem losen Zeitrahmen interpretiert wird.

Die Fragilität der räumlichen Collage und die Inkaufnahme des "Unfalls" auf dem Parcours der Möglichkeiten unterstreichen die Ungewissheit der auf Raum und Objekte treffenden Agitatorin. Das Wagnis wird zum Vehikel für die Abarbeitung von existenziellen Begriffen wie Bestimmung, Risiko, Kontrolle und Angst. In der Performence sucht Miriam Wuttke die Veränderung und das Experiment, das Spiel mit den Rollen und Ebenen zwischen übersteigerter Versinnbildlichung und durchdrungener Tiefe.

 

Laufende Performance Serie: 

Dress To Kill- Das Ende des Postkolonialismus Januar 2011- dato

In Kollaboration mit Petrov Ahner (Fotografie), Orvar (sound/ minimal noize), Abnormals Gallery Berlin, SineDie Project Room, Barlow Fine Arts London

Beschreibung unter "Projekte"